
Boutique Hotel
Kompakte Baukörper, ein reduzierter Versiegelungsgrad, die Weiterverwendung vorhandener Bausubstanz sowie der Einsatz nachhaltiger Materialien prägen den Entwurf.
Das Baugrundstück befindet sich an einer prägenden Schnittstelle der Monheimer Altstadt zwischen Turmstraße und Freiheit. Ziel des Entwurfs ist die Entwicklung eines zukunftsorientierten Ensembles aus Bestand und Neubau. Die Freiheit 6 wird von einer Wohnnutzung in Gastronomie und ein kleines Hotel mit sechs Zimmern transformiert. Ergänzt wird das Ensemble durch ein neues Schlafhaus mit 14 Zimmern, dessen Maßstäblichkeit sensibel auf das historische Stadtgefüge reagiert. Die Umnutzung eines bestehenden Schuppens zum Wirtschaftsgebäude sowie ein ergänzender Holzschuppen für Fahrräder und Lagerflächen vervollständigen das Konzept.
Kompakte Baukörper, ein reduzierter Versiegelungsgrad, die Weiterverwendung vorhandener Bausubstanz sowie der Einsatz nachhaltiger Materialien prägen den Entwurf. Ein zentraler Hof bildet das räumliche Zentrum des Ensembles und dient als gemeinschaftlicher Außenbereich sowie zur Erschließung der Schlaf- und Nebengebäude. Wasserdurchlässige Beläge tragen zusätzlich zur Entsiegelung des innerstädtischen Kontexts bei.
Im Erdgeschoss der Freiheit 6 befinden sich der gemeinschaftliche Frühstücksraum sowie die angrenzenden Küchen- und Barbereiche. Die darüberliegenden Zimmer werden im historischen Charakter erhalten und behutsam weiterentwickelt. Bestehende Konstruktionen bleiben, wo möglich, sichtbar, sodass die Geschichte des Gebäudes weiterhin ablesbar bleibt.
Das neue Schlafhaus wird über einen großzügigen Eingangsbereich erschlossen und ergänzt das Ensemble um individuell gestaltete Gästezimmer auf drei Geschossen. Der Neubau verzichtet bewusst auf ein Untergeschoss; dienende Funktionen werden im umgebauten Schuppen untergebracht. Die Konstruktion aus vorgefertigten Massivholzelementen und tragenden Lehmziegelwänden ermöglicht eine ressourcenschonende, weitgehend trockene Bauweise mit kurzen Bauzeiten und hoher Recyclingfähigkeit. Durch den Einsatz von rund 250 m³ Holz werden langfristig etwa 250 Tonnen CO₂ gebunden. Sichtmauerwerk an den Fassaden unterstreicht die robuste und nachhaltige Materialität des Gebäudes.









